Mülltrennung

In unserem täglichen Müll stecken wertvolle Ressourcen. Durch die Trennung der unterschiedlichen Materialien wie Glas, Papier, Verpackung gelangen diese wieder in den Stoffkreislauf. Die stoffliche Verwertung (Recycling) benötigt deutlich weniger Energie als die Gewinnung und Aufbereitung der ursprünglichen Rohstoffe. Recycling von Altpapier führt derzeit zu einer Reduzierung von 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Leichtverpackungen (Gelber Sack) sparen 2,3 Tonnen Millionen ein. Ab 2016 wird die getrennte Sammlung von Biomüll, Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfällen zur Pflicht. 

Leichtverpackungen (Gelber Sack)

Was gehört rein?

  • Restentleerte, nicht ausgespülte Verpackungen aus Metall, Kunststoff, Verbundstoffen und Naturmaterialien. Dazu gehören: Getränkekartons, Baumwollbeutel, Konservendosen, Steingutflaschen, Styroporverpackungen, Tierfutterdosen, Zahnpastatuben etc.
  • Nicht hinein gehört: Restmüll, Glas, Papier, Essensreste, CDs, Feuerzeuge, Elektrogeräte, Kinderspielzeug, Windeln, Zahnbürsten, Zigaretten, Altkleider u.v.m.

Warum?

  • 2012 konnten durch Recycling von Kunststoffen zu Regranulaten (Grundprodukt für Kunststoffprodukte) 1,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und 47 Milliarden Megajoule an Primärenergie pro Jahr eingespart werden.
  • Die Nutzung von Regranulaten reduziert den Einsatz von Rohöl und ist günstiger.

Papier

Was gehört rein?

  • In die Altpapiersammlung gehören: Papier, Kartonagen und Verpackungen aus Pappe oder Karton

Warum?

  • Jeder fünfte Baum, der auf unserer Welt gefällt wird, wird für die Papierherstellung genutzt (20% davon aus Urwäldern).
  • Recyclingpapier verbraucht bei der Herstellung wesentlich weniger Wasser, Chemikalien und Energie als die Herstellung aus Frischfasern.
  • Altpapierrecycling reduziert unsere Treibhausgasemissionen bereits um 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr.
  • Pro Kopf und Jahr fallen in Deutschland 236 Kilogramm Papier an, somit liegen wir an vierter Stelle (hinter USA, China und Japan)!

Tipps

  • Kaufen Sie Hygienepapiere (Toiletten- Kosmetikpapier, Taschentücher, Küchenrollen) die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Hier können Sie sicher sein, dass keine Frischfasern verwendet wurden. Machen Sie sich bewusst, dass nach einmaliger Nutzung das wertvolle Material im Müll oder in der Kläranlage landet.
  • Kopierpapiere und Schreibmaterialien gibt es in ausgezeichneter Recyclingqualität, auch mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Es kann problemlos für alle Arten von Druckern benutzt werden, ist altersbeständig, schont unser Klima, die Ressourcen und Umwelt (bei 500 Blatt Recyclingpapier sparen Sie 5,5 Kilogramm Holz).

Glas

Was gehört rein?

  • In den Altglascontainer kommen: restentleerte Gläser nach den Farben Grün, Braun und Weiß sortiert. Blaues Glas kommt in den Grünglas-Container. Das Glas wird im LKW nicht zusammengeschüttet!
  • Nicht in die Glascontainer gehören Keramik, Porzellan, Steingut, Glühlampen, Aschenbecher, Trinkgläser und Flachglas (z.B. Fensterscheiben oder Spiegel). Diese sind auf dem Wertstoffhof zu entsorgen.
  • Deckel und Verschlüsse bitte getrennt entsorgen.

Warum?

  • Der Einsatz von einer Tonne Recyclingglas spart über 300 Kilogramm CO2 ein.
  • Glas ist zu 100% ohne Qualitätsverlust wieder verwertbar und kann beliebig oft zu neuen Glasverpackungen verarbeitet werden.
  • Nutzung von Recyclingglas schon natürliche Ressourcen und reduziert den Energieverbrauch.

Biomüll (ab 2016 Pflicht)

Was gehört rein?

  • Unter anderem: Essensreste, Obst, Gemüse, Stroh, Kaffeefilter, Teebeutel, Blumenerde, Laub, Baum- und Strauchschnitt, Pflanzenreste, Haare, Federn, Sägespäne, kleine Mengen Zeitungspapier

Nicht in den Biomüll gehören Plastikmaterialien, Windeln, Katzenstreu, Zigaretten, Glas, Papier, Textilien, Kehricht.

Warum?

  • Der Bioabfall steckt voller Energie. Er wird auf Kompostierungsanlagen mit Hilfe von Bakterien zu hochwertiger Pflanzerde oder in Biogasanlagen zu Biogas vergärt.

Altholz, Elektrogeräte, CDs, Handys

Der aussortierte Schrank, Fernseher, Waschmaschine usw. gehört auf den Recyclinghof. Gleiches gilt für CDs. 

Handys enthalten die unterschiedlichsten Materialien, die fachgerecht entsorgt den Stoffkreisläufen wieder zugeführt werden. Bringen Sie diesen Sondermüll entweder zum Recyclinghof oder nutzen Sie Rückgabeaktionen wie z.B. vom WWF oder der Deutschen Umwelthilfe. 

Batterien

Batterien ausschließlich bei Sammelstellen abgeben, viele Drogerien und Supermärkte haben Sammelboxen. Batterien enthalten hochtoxische Schwermetalle (Quecksilber, Cadmium, Blei) die uns, unserer Umwelt und dem Grundwasser irreversible Schäden zufügen können. Entsorgen Sie Batterien niemals über den Hausmüll! Auch für Energiesparlampen gibt es Sammelstellen.

Medikamente

Bringen Sie Ihre alten Medikamente in die Apotheke, dort werden sie fachgerecht entsorgt. Im Notfall über den Hausmüll entsorgen. Niemals über die Toilette, so gelangen die Substanzen in die Kläranlage. Viele Inhaltsstoffe beeinträchtigen die Leistung der Kläranlagen und/oder können nicht herausgefiltert werden. So gelangen die z.T. hormonell wirksamen Stoffe direkt in unsere Flüsse und schädigen die Tierwelt (Fruchtbarkeitsstörungen, Abnahme der Biodiversität), reichern sich u.a. in Fischen an und führen zur Verschlechterung der Wasserqualität. Über die Nahrungskette können die Substanzen wiederum auf unserem Teller landen.

Restmüll

Hier gehört nur noch rein, was Sie den anderen Bereichen nicht zuordnen konnten. Der Restabfall wird zur weiteren Behandlung mechanisch aufbereitet und in Müllverbrennungsanlagen thermisch entsorgt. Das Kreislaufwirtschaftsgesetzt gibt vor: Müll ist in erster Linie zu vermeiden, Wiederzuverwenden, zu Recyceln, zu Verwerten und erst an letzter Stelle zu Beseitigen.

Durch richtiges Sortieren, benötigen Sie eine kleinere Restmülltonne und sparen dadurch sogar Geld.

Ansprechpartner

Klimaschutzmanager          Stephan Latzko
03831 252 753 

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